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Lechtaler Alpen Bergwoche

Am Adlerweg  von Imst bis Zams  9. bis 13. Juli 2017

 

Eine Idee nahm konkrete Formen an – der Wettergott spielte mit – und wir konnten fünf erlebnisreiche Tage unter den Zackengraten der Lechtaler Alpen verbringen.

 

Der Schienen-Strahl – besser bekannt als Railjet brachte uns bequem nach Imst. Weiter gings ohne Mühe mit dem Sessellift zur Untermarkter Alm.  Eineinhalb Stunden Aufstieg machten uns Berghungrige gar nichts aus. Mit den ersten Regentropfen erreichen wir unser erstes Nachtquartier: die Muttekopfhütte
auf 1934 m.

Am nächsten Tag gings schon strammer zur Sache:  Die 700 Hm zur Muttekopfscharte, zum Schluss durch steiles, schottriges Gelände wurden problemlos bewältigt. Der kurze Abstecher (15 min) auf den 140 m höheren Gipfel reizte nur Erich und mich. Aussicht hatten wir wegen der aufziehenden Wolken keine; naja was solls: die Mühe war nicht besonders groß.

Nervenaufreibend und konditionell fordernd war der schier endlos scheinende Weg durch die schottrigen Kübelwänd zum Jausenplatz auf ca 1950 m.

 

Die Stärkung hatten wir auch nötig: ein weiterer Aufstieg über 500 Hm und ein langer Weg zur Hanauer Hütte auf 1933 m lag noch vor uns. Der Donner kam schon bedenklich nahe aber der Regen setzte erst ein als wir froh unser erstes Bier genossen.

 

Für den Dienstag war eine kürzere Etappe geplant: der Überstieg über die hintere Dremelscharte zur Steinseehütte. Vier Stunden waren wir in unter spitzen Graten und mächtigen Wänden unterwegs. Rast machten wir am wunderschön gelegenen Steinsee. Rundum ragen Kalkburgen auf, jede durch eine Vielzahl von Kletterrouten erschlossen, wobei die untersten Schwierigkeitsgrade bei III liegen.

 

Wir gabens billiger; genossen den langen Nachmittag und die Vorzüge der Küche.Auf Anraten des Hüttenwirtes nahmen wir am Mittwoch nicht die kürzere Route über die Roßkarscharte sondern die leichtere Tour übers Gufelgrasjoch und die Bitterscharte. Vom Gufelgrasjoch ließ der wolkenlose Himmel unsere Blicke hinaus auf die Öztaler Alpen schweifen. Manchen uns klingen die Namen: Wildspitze, Große Schwärze, Similaun etc bekannt in den Ohren. Die großartige Landschaft und der malerische Bittrichsee ware der Lohn für den Anstieg auf die seilversicherte Bitterscharte, der einige von uns an die Grenze brachte. (2535 m, 5 Std ab der Hütte, einschl. Rast am See).

Gut gelaunt blickten wir nach weiteren 40 Min. Abstieg auf das Dach des Württemberger Hauses hinunter.

 

Geschafft!

 

Der Donnerstag hatte noch eine Spezialität für uns auf Lager: Abstieg durch das Zamser Loch. Insgesamt waren wir 5 Stunden bis zum Inn hinunter unterwegs. Anfangs gemächlich bergab, eine Alm querend, windet sich der Weg 2 Stunden in steiler Felswand hundert Meter über den weiß schäumenden Lochbach dahin. Der Weg ist breit und gut ausgebaut für den Viehtrieb, bietet aber ständigen Nervenkitzel.

Nach der Enge der Schlucht tritt man auf eine Felskanzel hinaus und blickt gut 150 m fast senkrecht auf Zams hinunter.

 

Den schattigen Gastgarten hatten wir uns nach den vergangenen 5 Tagen redlich verdient. Zum Bahnhof nach Landeck verschmähten wir ein Taxi; die 1,5 km packten wir auch noch per pedes.

 

5 Bergtage, die uns zu weiteren Tagen ermutigen liegen hinter uns. Wo treibt uns der Bergwind im Jahr 2018 hin?

 

Leo Riernößl

 

 

Erich und Maria Hackl, Anni Mühlbachler, Silvester Leutgeb, Helga Riernößl, Rudolf Kolmbauer
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